125 Jahre familea: Jubiläum mit Blick nach vorn

    familea feiert ihr 125-jähriges Bestehen und startet ab sofort ihr Jubiläumsprogramm. Die Gründerinnen von 1901 waren Pionierinnen. Ihr Mut und ihre Bereitschaft, neue Wege zu gehen, prägen die Organisation bis heute. Im Zentrum steht dabei unverändert der soziale Auftrag.

    (Bild: zVg) familea feiert ihr 125-jähriges Bestehen: Hier die familea Kita Wiesenschanze im Jahre 1956.

    familea, die drittgrösste Kindertagesstätten-Anbieterin der Schweiz, läutet ihr Jubiläumsjahr zum 125-jährigen Bestehen ein. Mit dem Leitmotiv «Pionierin aus Tradition» knüpft die Institution bewusst an die eigene Geschichte an. Denn sie geht auf Frauen zurück, die schon 1901 nicht bei der Analyse sozialer Not stehenblieben, sondern konkrete Lösungen entwickelten. Die Jubiläumsaktionen starten ab sofort: Ein Podcast unter dem Titel «familea erzählt» bietet Einblicke in aktuelle Themen. Weiter hat familea gemeinsam mit der regionalen Bäckerei ein Jubiläumsbrot konzipiert. Geplant sind zudem ein grosses Familienfest am 6. Juni auf dem Münsterplatz und eine Fachtagung zum Kindswohl am 17. November. Hinzu kommt ein Wettbewerb, mit dem neue Ideen für Angebote gesucht werden, die Frauen langfristig in ihrer wirtschaftlichen Unabhängigkeit stärken.

    Wirksame Hilfe für Frauen und Kinder
    Gegründet wurde der «Basler Frauenverein zur Hebung der Sittlichkeit» 1901 von Lily Zellweger-Steiger und weiteren engagierten Frauen. Gemeinsam bauten sie Angebote für ledige Mütter und Frauen in schwierigen Lebenslagen auf. 1903 eröffnete das Zufluchtshaus für in Not geratene Frauen und Töchter. Es folgten zwei Kinderheime 1906, die Frauenfürsorge und der Rechtsschutz ab 1907 sowie 1909 die erste Kindertagesstätte der Schweiz. «Die Gründerinnen von familea waren Pionierinnen. Ihr Mut, ihr gesellschaftlicher Anspruch und ihre Bereitschaft, neue Wege zu gehen, prägen unsere Institution bis heute», lobt Sibylle Schürch, Präsidentin von familea.

    Eine grosse Aufgabe mit klarem Auftrag
    Heute engagiert sich familea für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, für Chancengleichheit und für Integration. Die Organisation setzt sich ein für Kinder, Jugendliche, Frauen und Familien. Rund 910 Mitarbeitende tragen dazu bei, dieses breite Angebot zu ermöglichen. Dazu gehören mehr als 40 Kindertagesstätten. Insgesamt betreut familea rund 3400 Kinder. Der Umsatz beträgt rund 75 Millionen Franken pro Jahr. «Mit dieser Grösse geht auch eine grosse Verantwortung einher», betont Monika Bitterli, Geschäftsleiterin von familea. Die Leistungsvereinbarungen verlangen Verlässlichkeit, Qualität und einen sorgfältigen Umgang mit Ressourcen. Gesunde Finanzen sind essenziell.

    Soziales und Professionalität unter einem Dach
    Gleichzeitig bleibt der soziale Auftrag handlungsleitend. Erlöse fliessen nicht ab, sondern in die Mitarbeitenden und in neue Angebote. «Gerade in dieser Verbindung zeigt sich eine besondere Stärke von familea: Wir zeigen, dass soziales und unternehmerisches Handeln unter einem Dach funktionieren», stellt Heinrich Degelo, Vorstandsmitglied und Mitglied der Finanzkommission, fest. Innovation ist Teil der DNA der Organisation. Das zeigt sich seit ihrer Gründung und es gilt bis heute. Schürch: «Neue gesellschaftliche Fragen verlangen neue Antworten. familea will sie auch künftig mitentwickeln, verantwortungsvoll und nah an den Menschen.»

    pd

    www.familea.ch

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